Beschreibung

Vier Charaktere, die Schwierigkeiten haben, mit sich selbst und ihrer Umwelt zurechtzukommen. Man kann den unterschiedlichen Persönlichkeiten jeweils verschiedene psychische Erkrankungen zuschreiben, wobei eine genaue Diagnose der Krankheit weder möglich noch notwendig ist. Es geht darum zu zeigen, dass jeder Mensch in seinem Leben hin und wieder an den Punkt kommt, an dem er/sie das Gefühl hat, dass einem die Welt abhandenkommt. Das Gefühl der Einsamkeit, das Hadern mit sich selbst und die daraus resultierende Unschlüssigkeit werden dann zum Alltag. Manchmal hat man auch das Gefühl, man wird verrückt. Oder andere meinen, man sei es. Doch eigentlich ist „krank“ oder „verrückt“ nur eine Abweichung von der gesellschaftlich akzeptierten Norm.

Unser Tanzstück erzählt von genau diesen Personen: Menschen, deren größter Feind ihre eigene Persönlichkeit, die Konflikte mit sich selbst sind. Ein ‚normales’ Leben erscheint unmöglich. Die Thematik der psychischen Erkrankung wird tänzerisch bearbeitet. Dabei werden Fragen gestellt wie: Wie gehen diese Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt um? Wie verhalten sie sich, wenn sie glauben, allein zu sein? Gibt es so etwas wie ein Entkommen vor ihren inneren Kämpfen? Spielt das Alter der Personen und ihre Lebenserfahrung eine Rolle? Die Intention des Stückes ist es, die inneren Kämpfe, die jeder Mensch zu gewissen Zeiten erlebt, zu abstrahieren. Es soll aufgezeigt werden, dass, obwohl unsere moderne Welt permanent nach perfekt funktionierenden Persönlichkeiten verlangt, jede/r manchmal ihren/seinen eigenen inneren Kampf führt. Das Stück soll außerdem dazu beitragen, das Tabuthema der psychischen Krankheiten in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.

Mit freundlicher Unterstüzung von: